Wer aus seiner gewohnten Bahn geworfen wird, meint manchmal, dass alles verloren ist. Doch in Wirklichkeit fängt nur etwas Neues an.

Gisela Rieger, Autorin & Systemischer Coach

Wir möchten dazu keine Position beziehen, sondern haben es uns mit unserer Initiative „Soldiarität@Corona – Unternehmer für Unternehmer“ zur Aufgabe gemacht, zum Thema Corona mit Augenmaß sachlich und ausgewogen zu berichten, positive Impulse zu setzen, Wege durch die Krise aufzuzeigen und praktische Hilfe zur Rettung der durch die Corona-Krise in einem noch nie da gewesenen Ausmaß bedrohten Unternehmen zu bieten.

In Deutschland starben nach Schätzungen des Robert-Koch-Institutes während der heftigsten Grippewelle seit 30 Jahren in der Saison 2017/2018 25.100 Menschen. Zu 2018/2019 liegen noch keine Zahlen zu den mit der Influenza in Verbindung gebrachten Todesfälle vor, doch offenbar verlief diese Saison mit rund 3,8 Millionen Arztbesuchen und 182.000 labordiagnostisch bestätigten Grippefällen eher moderat.

Mit Stand 30.03.2020 sehen die aktuellen Zahlen zum neuen Corona-Virus SARS-CoV-2, der die Erkrankung Covid-19 auslöst, für Deutschland so aus: Bestätigte Infektionen 57.298, aktuell Infizierte 52.683, genesene Patienten 9.211, an Covid-19 verstorben 455. (Quelle: Tageschau.de, Corona-Virus-Karte Deutschland und Ausland)

SARS-CoV-2 ist so neu, dass praktisch niemand immun ist. Es gibt mittlerweile zwar mehr und mehr genesene Patienten, aber noch keine getestete Behandlungsmethode, wenn auch klinische Studien mit unterschiedlichen Medikamenten laufen und es gibt keinen Impfstoff. Das Risiko einer schnellen, gleichzeitigen Ansteckung besonders vieler Menschen mag deshalb deutlich höher sein als bei bekannten Erregern. Ob dies tatsächlich auf eine Pandemie hindeutet?

Im Moment entstehen aus Analysen in den am schwersten von Corona betroffenen Gebieten wie Italien tiefergehende Erkenntnisse, die den Schluss, dass es bestimmte Risikogruppen mit typischen Vorerkrankungen ganz besonders heftig trifft. Was wir daraus für Schlüsse ziehen, bleibt offen.

Feststeht, dass Covid-19 in einem nie zuvor gekannten Ausmaß Angst und Panik erzeugt, viele Medien für die Erhöhung der Auflagen durch Corona Hysterie schüren statt mit sachlicher und ausgewogener Berichterstattung einen Rest an Normalität in unseren Lebenswelten, die von den Einschränkungen ohnehin praktisch über Nacht tiefgreifend verändert und teilweise zutiefst erschüttert werden, übrig zu lassen. Es kursieren Vorurteile und in den überschäumenden Wellen an Eilmeldungen zur Corona-Krise nur wenig konstruktive Informationen, positive Impulse und echte Hilfestellungen für die wohl am meisten und nachhaltigsten betroffenen Mitglieder unserer Gesellschaft: Die Kleinunternehmer unserer Region, die unsere Lebenswelt so sehr bereichern und die um ihre Existenz bangen. – Mit schwersten Folgen für die gesamte Wirtschaft und die Menschen, die von und mit ihr leben.

Was sich hinter dem Begriff Corona verbirgt und wie Sie die aktuelle Corona-Krise besser persönlich einschätzen können, um auch mit Ihren Ängsten, Sorgen und Nöten besser umgehen und anderen besser helfen zu können, erfahren Sie in dieser Rubrik.

Lassen Sie uns aber die Beantwortung der Frage, ob wir es mit einer der schwersten Grippewellen je oder aber mit einer Pandemie zu tun haben, mit Augenmaß angehen und wenn Panik in unserem Umfeld um sich greift, vergessen wir bei der Einschätzung der kursierenden Zahlen und Informationen nicht, dass wir in Deutschland bei einer Bevölkerung von 83 Millionen Menschen pro Jahr 830.000 Tote jedes Jahr und 2.273 Tote am Tag verzeichnen, während wir mit heutigem Stand aus Covid-19 541 Tote verzeichnen. Jeder Verstorbene ist zu viel, doch versuchen wir trotzdem mit einem gewissen Grundoptimismus gemeinsam diese Krise zu bewältigen. – Mit Solidarität@Corona – Unternehmer für Unternehmer.