NewsblogRaus aus dem Krisenmodus

Die sieben Phasen der Krisenbewältigung

Wenn wir diesen nicht angemessen Beachtung schenken, sie verstehen, ja akzeptieren lernen, besteht die Gefahr, dass wir uns einem erfolgreichen Ausgang aus Veränderungen verwehren.

Von Claudia Horner, 17.04.2020

Als Richard K. Streich Ende der 1990er Jahre ein Modell entwickelte, das sich insbesondere mit den zum Teil hochemotionalen Reaktionen und Affekten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern während Veränderungsprozessen in Managementstrukturen befasst, war vermutlich noch nicht absehbar, wie universell sein Konzept Anwendung finden kann.

In sieben Phasen werden die sehr persönlichen Stadien angesichts fundamentaler Veränderungen beschrieben. Wenn wir diesen nicht angemessen Beachtung schenken, sie verstehen, ja akzeptieren lernen, besteht die Gefahr, dass wir uns einem erfolgreichen Ausgang aus Veränderungen verwehren.

Derzeit erlebt unsere Gesellschaft angesichts der Corona-Pandemie in allen Bereichen signifikante Umgestaltungen. Im Sektor der Wirtschaft stehen Unternehmerinnen und Unternehmer, Selbstständige und Kunstschaffende vielfach vor enormen Herausforderungen. Lassen Sie und gemeinsam einen sehr genauen Blick auf das werfen, was nun vor uns liegt.

Zu Beginn einer jedweden Konfrontation mit bevorstehenden Änderungen gewohnter Abläufe steht ein Schock (1) und die Angst vor neuen Situationen. Derzeitige, eingeübte Praktiken sind offenkundig für die neue Situation nicht mehr geeignet und die Notwendigkeit der Anpassung kann zu Beeinträchtigungen in Denken und Handeln führen.

Der Schock erschwert die Bewegung auf neuem Terrain und ein Festhalten am Gewohnten führt vielfach zu einem Kontaktverlust zur Realität und zur Ablehnung (2) des neu Vorgefundenen.

In der Ablehnung beginnen wir aber zu erkennen, dass unsere Änderungen unumgänglich sind und mit dieser rationalen Einsicht (3) schauen wir uns um nach kurzfristigen Lösungsansätzen.

Vielleicht am tiefsten Punkt dieser Reflektion schlägt das reine Verstehen um zur emotionalen Akzeptanz (4) unserer Situation. Wir beginnen von unseren gewohnten Praktiken abzuweichen – nun kann eine grundlegende Umstrukturierung beginnen.

Wir tasten uns an den neuen Weg heran: anfangs vorsichtig, alsbald neugierig. Durch Versuch und Irrtum lernen (5) wir den Umgang mit der neuen Situation.

Sollte die Veränderung etwa auch etwas Gutes in sich tragen? Wir haben die Erkenntnis (6), dass die Erweiterung unserer eigenen Fähigkeiten und die Integration dieser in unser Handeln erste Erfolge bringen.

Mit der Integration (7) neu erlernter Verhaltens- und Handlungsweisen werden diese sukzessive selbstverständlich und führen uns aus der Krise.

Kommen Sie gut durch die Woche & bleiben Sie gesund.
Related posts
CoronaNewsblog

So breitet sich das Corona-Virus aus

Wir recherchieren täglich aus drei unabhängigen Quellen die Entwicklung der Corona-Infektionen in…
Read more
Helfen Sie sich selbstNewsblog

Die Seuche besiegen wir nicht mit Sozialismus – nach der Corona-Krise braucht es weniger Staat und nicht mehr

Erst nahmen die Infektionen exponentiell zu, dann wuchs die Staatsgläubigkeit in absurder Weise.
Read more
CoronaNewsblog

So breitet sich das Corona-Virus aus

Wir recherchieren täglich aus drei unabhängigen Quellen die Entwicklung der Corona-Infektionen in…
Read more

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.